New Work Glossar (2/2)

Klassische Office-Strukturen werden aufgebrochen, Hierarchien durcheinandergewirbelt und unterschiedlich aufgestellte Teams zur Keimzelle für unternehmerische Innovation: Schon vor Corona hat sich die Art, wie und wo wir zusammenarbeiten, zunehmend verändert.

Christopher Büchele, Katharina Kirchner
Christopher Büchele, Katharina Kirchner
Nach einem absoluten Ausnahmejahr stehen wir mit der (teilweisen) Rückkehr in die Büros vor nicht weniger als einer Revolution der Arbeitswelt. Wir haben Ihnen die wichtigsten Begriffe aus der Zukunft der Arbeit schon jetzt in die Gegenwart geholt. Mit Teil zwei unseres Glossars zur schönen neuen Arbeitswelt.

JOBSHARING

Jobsharing ist ein modernes Teilzeitarbeitsmodell, bei dem sich zwei oder mehrere Mitarbeiter eine Arbeitsstelle teilen. Aufgaben, Verantwortungsbereiche sowie Arbeitszeiten werden flexibel, meist 50/50, unter den Kollegen aufgeteilt, um gemeinsam die vertraglich geregelte Arbeitszeit zu erfüllen. Beide Arbeitnehmer erhalten gesonderte Arbeitsverträge. Vorteil: Höhere Motivation, individuellere Stellenbesetzung sowie ein besserer Ausgleich im Fall von Urlaub oder Krankheit. Nicht zu verwechseln mit Job Splitting.

 

JOB SPLITTING

Das Arbeitszeitmodell Job Splitting ist nah verwandt mit dem Jobsharing. Der Unterschied liegt darin, dass beim Splitting eine Vollzeitarbeitsstelle unter zwei oder mehr Arbeitnehmern aufgeteilt wird, alle Beteiligten allerdings den gleichen Aufgabenbereich haben und diesen nicht individuell nach Stärken untereinander aufteilen.

 

FREELANCER
Freelancer oder freie Mitarbeiter gelten gesetzlich als Selbstständige und arbeiten zur gleichen Zeit häufig parallel für mehrere Unternehmen. Sie arbeiten in den meisten Fällen projektbezogen oder für einen bestimmten Zeitraum in oder für ein Unternehmen, sind dort allerdings nicht fest angestellt. Dies bietet sowohl dem Freelancer als auch dem Arbeitgeber volle Flexibilität.
Schöne neue Arbeitswelt: Noch mehr Begriffe, die Sie kennen müssen (2/2)

DIGITALNOMADEN

Als digitale Nomaden bezeichnet man im Regelfall Freelancer oder Selbständige – manchmal auch Angestellte und Arbeitnehmer, deren Arbeitsweise sich vor allem durch ihre Ortsunabhängigkeit auszeichnet. Das kann im Homeoffice genauso geschehen, wie im Coworking Space oder unterwegs im Zug. Entscheidend sind lediglich die passende technische Ausstattung – zumeist Laptop und Smartphone – und ein schneller Internetanschluss sowie die Disziplin, der Flexibilität trotzdem ein Höchstmaß an Effektivität abgewinnen zu können.

 

VIRTUELLE TEAMS

Als Virtuelle Teams versteht man im Allgemeinen Arbeitsgruppen, deren Mitglieder von verschiedenen Orten und manchmal auch über unterschiedliche Zeitzonen und Kulturen hinweg gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. Die Kommunikation erfolgt digital via E-Mail, Telefon und Video-Konferenzen. Die Mitglieder eines virtuellen Teams können auch aus Freelancern bestehen.

 

MIXED TEAMS

Bei Mixed Teams arbeiten sowohl externe als auch fest angestellte Mitarbeiter zusammen an einem Projekt. Dies kann sowohl vor Ort als auch in Virtuellen Teams funktionieren und ist vor allem in der IT-Branche bereits ein beliebtes Arbeitsmodell.

 

CROWDWORKING oder CROWDSOURCING

Crowdsourcing oder -working ist an den Begriff Outsourcing (Auslagern) angelehnt und bezeichnet eine Möglichkeit der flexiblen Arbeitsverteilung außerhalb der eigenen Unternehmensstrukturen – auch international. Ein Unternehmen gibt hierfür bestimmte Aufgaben und Prozesse an externe Dienstleister heraus und lässt diese von Freelancern bearbeiten.

Schöne neue Arbeitswelt: Noch mehr Begriffe, die Sie kennen müssen (2/2)

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